Stuttgart Q2 2026: Gutachterausschuss – €/m² und Umsätze nach Stadtbezirk
Der Q2‑Bericht 2026 des Stuttgarter Gutachterausschusses weist für H1 Wiederverkauf im Schnitt mit 4.153 €/m² (gegenüber 4.225 €/m² Ende Q1) und Neubau mit 8.733 €/m² (gegenüber 8.706 €/m²) aus. Wir zeigen Bezirksmittelwerte, Verkaufszahlen und was Käufer vor Geboten prüfen sollten.
Was der Q2‑2026‑Bericht abdeckt
Der Gutachterausschuss der Landeshauptstadt Stuttgart wertet vierteljährlich die Kaufpreissammlung aus. Der Bericht Q2/2026 umfasst alle bis Ende Juni 2026 registrierten Kaufverträge. In H1 2026 wurden 2.616 Eigentumsüberschreibungen gezählt; der Geldumsatz lag bei 1,265 Mrd. €, beides im historischen Vergleich robust (Transaktionen über dem 10‑Jahres‑Mittel von 2.403). Beim Wohnungs‑/Teileigentum wurden 1.827 Verkäufe und 630 Mio. € Umsatz registriert; beide Größen liegen über den H1‑Durchschnitten der letzten zehn Jahre. Neubau‑ und Umwandlungsverkäufe legten gegenüber dem Vorjahr deutlich zu, der Wiederverkauf ging zurück. ([stuttgart.de](https://www.stuttgart.de/medien/ibs/quartalsbericht-grundstuecksmarkt-stuttgart-0226.pdf))
Stadtweit lagen die H1‑2026‑Durchschnittspreise (jeweils ohne Stellplatzanteile) bei 8.733 €/m² im Neubau und 4.153 €/m² im Wiederverkauf. Zum Ende Q1 2026 betrugen sie 8.706 €/m² bzw. 4.225 €/m². Damit stieg der H1‑Laufwert im Neubau um rund 0,3 % und sank im Wiederverkauf um rund 1,7 %. Die teuerste einzelne Wohnung in H1 erzielte 14.168 €/m²; die günstigste lag bei 1.277 €/m². ([stuttgart.de](https://www.stuttgart.de/medien/ibs/quartalsbericht-grundstuecksmarkt-stuttgart-0226.pdf))
Nach Teilmärkten weist die Geschäftsstelle in H1 2026 aus: 109 Neubauverkäufe (+62,7 % j/j), 154 Umwandlungen (+49,5 % j/j) und 1.433 Wiederverkäufe (−8,1 % j/j). Diese Zahlen sind deskriptiv und kein Wertermittlungsersatz. ([stuttgart.de](https://www.stuttgart.de/medien/ibs/quartalsbericht-grundstuecksmarkt-stuttgart-0226.pdf))
€/m² nach Stadtbezirk in H1 2026 (Mittelwerte und Spannen)
Der Ausschuss veröffentlicht H1‑2026‑Durchschnittspreise je Stadtbezirk (getrennt nach Neubau und Wiederverkauf) sowie beobachtete Mindest‑/Höchstwerte in €/m². Beispiele für Wiederverkauf (ohne Neubau; H1‑Mittelwerte, Verkaufszahlen in Klammern): - Stuttgart‑Nord 5.344 €/m² (34); Stuttgart‑Mitte 4.900 €/m² (38); Stuttgart‑Süd 4.884 €/m² (59); Stuttgart‑West 4.682 €/m² (93); Stuttgart‑Ost 4.371 €/m² (67); Vaihingen 4.253 €/m² (31); Sillenbuch 3.862 €/m² (50); Möhringen 3.858 €/m² (57); Bad Cannstatt 3.594 €/m² (98); Zuffenhausen 3.519 €/m² (23); Wangen 3.245 €/m² (5); Plieningen 3.198 €/m² (33). In Ost reichten die Höchstpreise im Wiederverkauf bis 12.174 €/m². ([stuttgart.de](https://www.stuttgart.de/medien/ibs/quartalsbericht-grundstuecksmarkt-stuttgart-0226.pdf))
Bei Neubau‑Mittelwerten in H1 (Verkäufe in Klammern) zählen zu den höchsten: Stuttgart‑West 9.794 €/m² (21), Stuttgart‑Nord 9.271 €/m² (22), Bad Cannstatt 8.687 €/m² (23) und Vaihingen 8.423 €/m² (6). Bei einstelligen Fallzahlen sind die Mittelwerte nur als Orientierungsgröße zu verstehen. ([stuttgart.de](https://www.stuttgart.de/medien/ibs/quartalsbericht-grundstuecksmarkt-stuttgart-0226.pdf))
Wichtige Einschränkung der Geschäftsstelle: Stellplätze sind in den €/m² nicht enthalten; atypische Geschäfte (z. B. unter Verwandten) werden herausgefiltert; und nur Fälle mit vollständigen Erwerberauskünften fließen ein. Bei sehr geringen Fallzahlen werden aus Datenschutzgründen keine Preise veröffentlicht. ([stuttgart.de](https://www.stuttgart.de/medien/ibs/quartalsbericht-grundstuecksmarkt-stuttgart-0226.pdf))
Wo H1 2026 die Wiederverkaufspreise sanken – und wo sie stiegen
Auf Basis der H1‑Laufwerte per Ende Q1 gegenüber Ende Q2 2026 (jeweils kumuliert seit Jahresbeginn) zeigen sich im Wiederverkauf deutliche Richtungen in mehreren Bezirken: - Anstiege: Stuttgart‑Mitte 4.417 €/m² → 4.900 €/m² (+11,0 %); Weilimdorf 3.476 €/m² → 3.848 €/m² (+10,7 %); Stuttgart‑Nord 5.163 €/m² → 5.344 €/m² (+3,5 %); Bad Cannstatt 3.483 €/m² → 3.594 €/m² (+3,2 %); Vaihingen 4.189 €/m² → 4.253 €/m² (+1,5 %). Q1‑Vergleiche mit kleinen Fallzahlen sind vorsichtig zu interpretieren. ([stuttgart.de](https://www.stuttgart.de/medien/ibs/quartalsbericht-grundstuecksmarkt-stuttgart-0126.pdf)) - Rückgänge: Zuffenhausen 3.802 €/m² → 3.519 €/m² (−7,4 %); Degerloch 4.975 €/m² → 4.661 €/m² (−6,3 %); Feuerbach 4.262 €/m² → 3.987 €/m² (−6,5 %); Plieningen 3.364 €/m² → 3.198 €/m² (−4,9 %); Stuttgart‑Süd 5.005 €/m² → 4.884 €/m² (−2,4 %); Stuttgart‑West 4.745 €/m² → 4.682 €/m² (−1,3 %); Stuttgart‑Ost 4.429 €/m² → 4.371 €/m² (−1,3 %); Möhringen 3.906 €/m² → 3.858 €/m² (−1,2 %); Sillenbuch 3.938 €/m² → 3.862 €/m² (−1,9 %). Größere Prozentänderungen aus sehr kleinen Q1‑Basen (z. B. Wangen, Münster, Stammheim) sind mit Vorsicht zu genießen. ([stuttgart.de](https://www.stuttgart.de/medien/ibs/quartalsbericht-grundstuecksmarkt-stuttgart-0126.pdf))
Stadtweit beschreibt der Ausschuss die Wohnungspreise in H1 als weitgehend seitwärts; die „Preisentwicklung“-Grafiken für standardisierte Baujahre 1910/1990 zeigen, dass sich der Rückgang ab 2022 bis 2025–2026 abgeflacht hat. ([stuttgart.de](https://www.stuttgart.de/medien/ibs/quartalsbericht-grundstuecksmarkt-stuttgart-0226.pdf))
Wo verkauft wurde: H1‑2026‑Fallzahlen nach Bezirken
Die Wiederverkaufsumsätze in H1 bündelten sich auf einige Bezirke. Wiederverkaufs‑Fallzahlen (ohne Neubau) lagen u. a. bei: Bad Cannstatt 98, Stuttgart‑West 93, Stuttgart‑Ost 67, Stuttgart‑Süd 59, Möhringen 57, Sillenbuch 50, Stuttgart‑Mitte 38, Stuttgart‑Nord 34, Plieningen 33, Vaihingen 31. ([stuttgart.de](https://www.stuttgart.de/medien/ibs/quartalsbericht-grundstuecksmarkt-stuttgart-0226.pdf))
Neubauverkäufe waren geringer und ungleich verteilt. H1‑Zahlen u. a.: Bad Cannstatt 23, Stuttgart‑Nord 22, Stuttgart‑West 21; dazu einstellige Stückzahlen in mehreren Außenbezirken wie Vaihingen (6), Botnang (5), Weilimdorf (5), Ost (4) und Sillenbuch (4). Solche Mittelwerte reagieren empfindlich auf einzelne Projekte. ([stuttgart.de](https://www.stuttgart.de/medien/ibs/quartalsbericht-grundstuecksmarkt-stuttgart-0226.pdf))
Stadtweit verschob sich die Zusammensetzung: mehr Erstverkäufe (Neubau) und Umwandlungen, weniger Wiederverkauf. Dieser Mix‑Effekt kann Bezirksmittelwerte bewegen, auch wenn vergleichbare Objekte auf Straßenniveau stabil sind. ([stuttgart.de](https://www.stuttgart.de/medien/ibs/quartalsbericht-grundstuecksmarkt-stuttgart-0226.pdf))
Vor dem Gebot: Was Sie in Stuttgart prüfen sollten
- Äpfel mit Äpfeln vergleichen. Der Ausschuss trennt Neubau und Wiederverkauf; Stellplätze sind in den €/m² nicht enthalten. Wenn ein Maklerpreis den Garagenanteil einrechnet, rechnen Sie ihn für die Vergleichbarkeit heraus. ([stuttgart.de](https://www.stuttgart.de/medien/ibs/quartalsbericht-grundstuecksmarkt-stuttgart-0226.pdf)) - Wohnflächenstandard prüfen. In Exposés wird die Wohnfläche typischerweise nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) angegeben. Fragen Sie nach Messgrundlage und Plan; kleine Flächenabweichungen verändern den €/m² substanziell. ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/woflv/BJNR234610003.html?utm_source=openai)) - Offizielle Quellen nutzen. Stadt und Gutachterausschuss stellen die Quartals‑PDFs und ein Eigentumswohnungs‑Dashboard bereit. ([stuttgart.de](https://www.stuttgart.de/leben/bauen/grundstueckswerte/Marktberichte-und-Dashboard)) - Zur Einordnung kann beim Ausschuss eine „Immobilienwertauskunft“ (Richtwert) beantragt werden; in Stuttgart wird für Wohnungseigentum eine Gebühr von 240 € genannt. Ein vereidigter Sachverständiger kann zudem anonymisierte Auszüge aus der Kaufpreissammlung nach Maßgabe der Gutachterausschuss‑Regeln anfordern. ([stuttgart.de](https://www.stuttgart.de/medien/ibs/quartalsbericht-grundstuecksmarkt-stuttgart-0226.pdf)) - Bodenwerte: Für Häuser sind die Bodenrichtwerte zum 01.01.2026 online; für Wohnungen spielen sie nur indirekt hinein, helfen aber beim Einordnen von Ausreißern in gemischt genutzten oder hausähnlichen Einheiten. ([gis7.stuttgart.de](https://gis7.stuttgart.de/?utm_source=openai))
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