Checkliste Oktober 2026: übersetzte und beglaubigte Einkommens-, Identitäts‑ und Bonitätsunterlagen, die deutsche Banken von ausländischen Darlehensnehmern akzeptieren
Praktische, quellenbasierte Checkliste für ausländische Käufer und Expats: welche Identitäts-, Einkommens- und Bonitätsunterlagen deutsche Kreditgeber verlangen, wie Sie diese legalisieren und beglaubigen lassen und welche Schritte nötig sind, um eine verbindliche Finanzierungszusage zu ermöglichen.
Was deutsche Banken prüfen müssen (Rechtsgrundlage) / Warum beglaubigte Übersetzungen und Apostillen wichtig sind
Deutsche Kreditinstitute unterliegen dem Geldwäschegesetz (GwG). Das GwG verlangt, natürliche Personen anhand eines gültigen Lichtbildausweises zu identifizieren und Identitätsdaten bei Begründung einer Geschäftsbeziehung zu erfassen. Für ausländische Antragsteller bedeutet das: Der Kreditgeber verlangt in der Regel den Reisepass oder ein gleichwertiges amtliches Ausweisdokument als Teil der Darlehensakte. ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/gwg_2017/BJNR182210017.html?utm_source=openai))
Unabhängig davon verlangen deutsche Behörden und Notare bei ausländischen Urkunden häufig einen Echtheitsnachweis. Für Staaten, die dem Haager Apostille‑Übereinkommen beigetreten sind, ist das die Apostille. Übersetzungen fremdsprachiger Urkunden, die gegenüber Behörden oder Banken vorgelegt werden, sollten in der Regel von einem beeidigten bzw. öffentlich bestellten Übersetzer angefertigt werden; offizielle Hinweise nennen beeidigte Übersetzer für amtliche Verwendungen. ([auswaertiges-amt.de](https://www.auswaertiges-amt.de/en/visa-service/konsularisches/urkundenverkehrallgemeines-node/urkundenverkehrteilb-node?utm_source=openai))
Identitätsunterlagen – was Sie der Bank vorlegen sollten
Übergeben Sie dem Kreditgeber den Originalreisepass (oder den nationalen Ausweis, wenn akzeptiert) sowie eine beglaubigte Kopie. Das GwG erlaubt Banken, Ausweisdaten (Nummer, Ablauf, Lichtbild) zu kopieren und zu erfassen; Banken fragen daher nach Vorlage des Originals vor Ort oder nach einer notariell beglaubigten Kopie mit entsprechender Verifizierung. Wurden Ausweise oder zivile Urkunden im Ausland ausgestellt, legen Sie — wo erforderlich — die Apostille sowie eine deutsche Übersetzung durch einen beeidigten Übersetzer bei. ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/gwg_2017/BJNR182210017.html?utm_source=openai))
Wenn Sie vor der Beurkundung nicht nach Deutschland reisen können, lassen Sie eine notariell beglaubigte Ausfertigung des Ausweises im Ursprungsland erstellen, diese legalisieren (bzw. apostillieren) und durch einen beeidigten Übersetzer ins Deutsche übersetzen — Notar und Kreditgeber fordern häufig genau diese Reihenfolge. Propertyfinder weist darauf hin, dass Banken üblicherweise Originale oder beglaubigte Kopien mit Apostille und Übersetzung verlangen. ([propertyfinder.de](https://propertyfinder.de/en/articles/power-of-attorney-germany-notary-apostille-translation-checklist-2026?utm_source=openai))
Einkommens‑ und Mittelherkunftsunterlagen, die Banken verlangen
Bei Angestellten: Halten Sie die aktuellsten Gehaltsabrechnungen und den letzten Einkommensteuerbescheid bereit. Die Checkliste der Deutschen Bank verlangt die letzten zwei Lohn‑/Gehaltsabrechnungen und gegebenenfalls die Gehaltsabrechnung vom Dezember des Vorjahres; die Commerzbank fordert den letzten Einkommensteuerbescheid und die Steuererklärungen der letzten Jahre. Diese Unterlagen sind die Grundlage für die Berechnung des tragbaren Einkommens. ([deutsche-bank.de](https://www.deutsche-bank.de/content/dam/deutschebank/de/shared/pdf/Unterlagen-Checkliste.pdf?utm_source=openai))
Bei Selbständigen: Legen Sie die Steuererklärungen der letzten zwei Jahre, den aktuellen Einkommensteuerbescheid und ggf. betriebswirtschaftliche Auszüge vor. Banken verlangen außerdem aktuelle Kontoauszüge und Nachweise für die Herkunft des Eigenkapitals (z. B. Verkaufsvertrag, Schenkungsbestätigung, Überweisungsbelege); Kreditinstitute müssen vor einer verbindlichen Zusage die Mittelherkunft prüfen. Die Deutsche Bank nennt ausdrücklich, dass eingesetzte Mittel durch geeignete Belege nachzuweisen sind. ([commerzbank.de](https://www.commerzbank.de/privatkunden/immobilienkredite/baufinanzierung/?utm_source=openai))
Bonitätsprüfung, SCHUFA und Auslöser für zusätzliche Prüfungen
Deutsche Kreditgeber führen in der Regel eine Abfrage der deutschen Auskunftei durch (bei Privatpersonen ist dies üblicherweise eine SCHUFA‑Auskunft). Die Commerzbank‑Dokumentation nennt explizit, dass eine SCHUFA‑Auskunft eingeholt wird. Wenn Sie keine deutsche Kreditgeschichte haben, gewichten Banken Gehalts‑ und Steuernachweise sowie ausländische Kontoauszüge stärker als Ersatznachweis. Fragen Sie die Bank schriftlich, welche Ersatznachweise sie akzeptiert. ([commerzbank.de](https://www.commerzbank.de/privatkunden/immobilienkredite/baufinanzierung/?utm_source=openai))
Senden Sie nicht ungeprüft übersetzte Bonitätsauskünfte an den Kreditgeber. Manche Institute akzeptieren einen englischsprachigen Auszug einer anerkannten ausländischen Auskunftei plus beeidigte deutsche Übersetzung; andere verlangen stattdessen verstärkte Einkommens‑ und Vermögensnachweise. Da die Praxis variiert, klären Sie die Anforderungen vor Bestellung von Übersetzungen. ([commerzbank.de](https://www.commerzbank.de/privatkunden/immobilienkredite/baufinanzierung/?utm_source=openai))
Praktische Schritt‑für‑Schritt‑Anleitung: so bereiten Sie Akten für eine verbindliche Zusage vor
1) Originale zusammenstellen: Reisepass, ggf. Heirats-/Scheidungsurkunde, Arbeitsvertrag, Gehaltsabrechnungen (letzte 1–3 Monate), letzter Einkommensteuerbescheid, aktuelle Kontoauszüge und Nachweise über die Herkunft des Eigenkapitals. (Siehe Checklisten der Deutschen Bank und der Commerzbank.) ([deutsche-bank.de](https://www.deutsche-bank.de/content/dam/deutschebank/de/shared/pdf/Unterlagen-Checkliste.pdf?utm_source=openai))
2) Legalisation: Lassen Sie öffentliche Urkunden, wo erforderlich, mit einer Apostille versehen; für Staaten ohne Apostille‑Verfahren erfolgt die Legalisation über die deutsche Auslandsvertretung. Fertigen Sie notariell beglaubigte Kopien an, wenn Sie nicht reisen können. ([auswaertiges-amt.de](https://www.auswaertiges-amt.de/en/visa-service/konsularisches/urkundenverkehrallgemeines-node/urkundenverkehrteilb-node?utm_source=openai))
3) Beeidigte Übersetzungen: Klären Sie mit der Bank, ob eine deutsche Übersetzung durch einen beeidigten Übersetzer verlangt wird. Bestellen Sie Übersetzungen, die Stempel, Unterschrift und eine Kopie des Originals enthalten und ordnen Sie die Akte wie die Originale. ([auswaertiges-amt.de](https://www.auswaertiges-amt.de/en/visa-service/konsularisches/urkundenverkehrallgemeines-node/urkundenverkehrteilb-node?utm_source=openai))
4) Datei einreichen und SCHUFA‑Prüfung bestätigen: Reichen Sie die Unterlagen ein und lassen Sie sich schriftlich bestätigen, dass die Bank eine SCHUFA‑Auskunft einholt und welche zusätzlichen Dokumente für ein verbindliches Finanzierungszertifikat nötig sind. Die Commerzbank beschreibt einen Upload‑Prozess, nach dem ein Finanzierungszertifikat erteilt wird, wenn die Akte vollständig ist. ([commerzbank.de](https://www.commerzbank.de/privatkunden/immobilienkredite/baufinanzierung/?utm_source=openai))
5) Mit weitergehender Verifikation rechnen: Die Bank kann Originale persönlich einsehen oder Verifizierungen beim Notartermin verlangen. Bewahren Sie mindestens einen kompletten Satz Originale und apostillierte Übersetzungen für Notar und Kreditgeber auf. Propertyfinder weist darauf hin, dass Institute häufig Originale oder amtlich beglaubigte Kopien verlangen. ([propertyfinder.de](https://propertyfinder.de/en/articles/power-of-attorney-germany-notary-apostille-translation-checklist-2026?utm_source=openai))
Nichts auf dieser Seite ist Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Die Preisspannen sind indikative Angebotspreise und weichen zwischen den Quellen methodisch bedingt voneinander ab. Prüfen Sie jede Zahl mit einem Notar, Steuerberater oder Rechtsanwalt, bevor Sie Kapital binden.